Unterwegs zu Dresdens Kirchen – eine Schnitzeljagd

Dresden kann mit über 70 Gotteshäusern eine große Anzahl Kirchen vorweisen, wobei die Mehrzahl unter evangelisch-lutherischer Konfession geweiht ist. Am 13.09.2019 erkundeten wir eine Auswahl anhand eines Stadtspiels. An jeder Station wurden Informationen vorgetragen, die größtenteils am Vortag von den Teilnehmenden recherchiert worden sind. Zusätzlich gab es jeweils die Aufgabe, an der Kirche nach einem Hinweis auf die nächste Station zu suchen. Diese Hinweise waren meist auf Plaketten zu finden, teils aber auch in architektonischen Besonderheiten.

Am Morgen begann die Tour in Johannstadt an der Trinitatiskirche, einer Ruine. Es folgten die Martin-Luther-Kirche in der Äußeren Neustadt, die äußerlich wieder hergestellte Ruine der St.-Pauli-Kirche im Hechtviertel und die Dreikönigskirche in der Inneren Neustadt. Diese besichtigten wir auch von innen und nach einem weiteren Vortrag und Rätsel liefen wir zur Katholischen Hofkirche am Altstädter Elbufer. Was wir alle noch nicht wussten: 1900 schon wurde sie über einen unterirdischen Fernwärmekanal an das erste deutsche Fernheiz- und Elektrizitätswerk in Dresden angeschlossen. Aufgrund von Reinigungsarbeiten blieb uns ein Besuch der Kirche verwehrt. Nächster Anlaufpunkt war die Gedenkstätte Sophienkirche, wo wir knapp verweilten, gefolgt von der Annenkirche in der Wilsdruffer Vorstadt – der ältesten Vorstadtkirche Dresdens. Da wir einige Wochen zuvor die Frauenkirche bereits ausgiebig besichtigt hatten, verzichteten wir auf einen weiteren Besuch und liefen weiter zur Kreuzkirche am Altmarkt, wo wir eine kleine Pause einlegten. Mit einem Besuch der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Südvorstadt endete der Rundgang.

Ein Großteil der Kirchen wurde über Zeit die mehrmalig zerstört und wiederaufgebaut und konnte teilweise nur durch Initiative der örtlichen Glaubensgemeinschaften oder privater Investoren vor dem endgültigen Abriss bewahrt werden. Man findet romanische und gotische Bauten, Renaissance-Architekturen oder typische Dresdner Barockstile, aber auch Jugendstil-Elemente oder Stilelemente der Moderne. Neben der hauptsächlichen Nutzung als Gebetsraum werden heute einige Häuser darüber hinaus auch als Veranstaltungsort für Konzerte und Theateraufführungen sowie Gedenkstätten und Begegnungszentren genutzt. Insgesamt haben wir etwa 6 Kilometer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und 7 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

(Text: Teilnehmende aus der Maßnahme KOMPAKT)